Besuch im ersten Virtual Exit Rooms Österreichs

Mitte Dezember 2018 war es endlich soweit: Wir belohnten uns mit einem verfrühten Weihnachtsgeschenk. Ziel war der erste und bisher einzige Virtual Reality Escape Room, kurz Exit VR, Österreichs, im Herzen des 15. Wiener Gemeindebezirk.

Vor Ort wurden wir von Josef, dem Leiter des Spielraums, freundlich empfangen und in die Thematik des „Live Escape Games“ eingeführt. Das Prinzip ist ein ähnliches wie bei einem gewöhnlichen Escape bzw. Exit Room: Gefangen in einer fremden Welt müssen Rätsel gelöst werden, um sich selbst oder ein bestimmtes Objekt zu befreien. Der größte, aber bedeutendste Unterschied: All das passiert nicht in der realen Umgebung eines ausgeschmückten Kellers oder eines gruseligen Kabinetts, sondern in einer eigens kreierten, fiktiven Dimension. 

Den Anfang machte der Virtual Reality erprobtere Teil unserer Gruppe. Jedem Spieler wurden zu Beginn ein fünf Kilogramm schwerer, aber angenehm tragbaren VR GO Rucksack – fungierend als PC – umgeschnallt, ein Headset und eine HTC Vive-Brille aufgesetzt und zwei Controller in die Hand gedrückt. Gespielt wurde das in der Zukunft spielende „Huxley“, ein eigens für den in Berlin ansässigen EXIT VR konzipiertes Game. 

Spielort war ein unscheinbarer Raum, der – außer mit der für die Technik relevanten Komponenten – komplett leer war.  

 

 

Zum Spiel selbst: 

Man schreibt das Jahr 3007. Als letzte Überlebende findet man sich und seine MitspielerInnen auf einer weitentfernten Raumstation wieder. Das Ziel: Huxley zu helfen und die Erde vor der kompletten Zerstörung zu bewahren. 

Im Science-Fiction-Stil basierten Game muss man von nun an versuchen, gemeinsam mit seinem Team, Rätsel aller Art zu lösen, die in Form von Puzzles und Wurfspielen bis hin zu einem Labyrinth gestellt wurden.  Für Abwechslung ist also definitiv gesorgt.  

Gespielt wird, je nach Anzahl der Spieler, in ein bzw. zwei Räumen mit einer Bewegungsfläche von je knapp 15 Quadratmeter. Physisch getrennt, hat man jedoch während der gesamten Experience nie das Gefühl alleine zu sein, da die zu Beginn ausgewählten Avatare innerhalb der Spielwelt den eigenen Bewegungen der realen Welt gleichsetzt sind und man permanent – auch über Headset – interagiert.  Während des gesamten Spiels wird man über Monitore von einer Mitarbeiterin des EXIT VR beobachtet, die im Falle von Hilflosigkeit bzw. eines Nichtweiterkommens mit Tipps zu Rate steht. 

Das auf 44 Minuten limitierte Spiel besticht unter anderem durch die simple und leicht-verständliche Bedienung. Das einzige technische Zutun ist das Betätigen der Controllertaste, welches der Aktion eines Handgriffs entspricht. Obwohl man eine knappe dreiviertel Stunde komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist, hat man weder ein Gefühl des Unwohlseins noch bekommt Beklemmungen. 

Huxley ist ein komplett neuartiges Erlebnis, das uns alle positiv überrascht hat. Ein abwechslungsreiches Spiel, bei dem man ausschließlich zusammen als Team etwas erreicht, bei dem aber definitiv der Spaß im Vordergrund steht. Auch als nicht unbedingt gaming-versierte Person ist es auf jeden Fall wert, sich das knapp dreiviertelstündige Erlebnis zu gönnen. 

 

Wissenswertes:   

Zwischendurch gab uns Josef einen etwas tieferen Einblick in die Materie. Im Mai 2018 öffnete EXIT VR als Franchiseunternehmen nach deutschem Vorbild seine Pforten und bietet seither eine spezielle, virtuelle Experience. Nach den herkömmlichen Anfangsschwierigkeiten, hat sich die Besucherzahl mittlerweile eingependelt. Allgemein wird das Angebot von Menschen jenseits der 20, jeglichen Geschlechts, in Anspruch genommen. Besonders Firmenfeiern und Team Building-Events sind beliebte Anlässe für einen Besuch im EXIT VR. Gewöhnliche Escape Rooms sieht er weniger als Konkurrenz, sondern mehr als Zugpferde um auch sein Branchenfeld bekannter zu machen. Im neuen Jahr, so geht er davon aus, sollen mit steigender Tendenz weitere Spiele auf den Markt kommen; demnach auch die Fortsetzung des futuristischen Adventuregames: Huxley 2.
Wir sind schon gespannt! 

 

(Die Projektmitglieder bekamen 50% Nachlass auf das Ticket.)
Autor: Felix Fröhlich | Bildquellen: Angela Jank

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