Motion Sickness –oder wie ich lernte damit umzugehen

Was ist Motion Sickness?

Mit der Ankündigung des Metaverse und der dadurch immer mehr ansteigenden Relevanz von VR-Produkten, steigt die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer. Doch die Freude kannsich nach ein paarTestversuchen in Grenzenhalten. Denn viele Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger beklagensichoft über die gleichen Symptome. Es ist oft von Übelkeit, Schwindel (Vertigo) und Kopfschmerzen die Rede, dabei wissen viele nicht, dass es dafür einen Fachbegriff gibt. Nämlich “Motion Sickness”. Bei fast 50% der Erstnutzerinnen und -nutzer kommt es zu diesen Symptomen, daher ist es wichtig für Aufklärung zu sorgen und Einsteigern Tipps mitzugeben, um VR nicht sofort aufzugeben. Doch, bevor wir euch die wichtigsten Tipps zur Vermeidung von Motion Sickness geben, muss zuerst einmal geklärt werden, warum dieses Phänomen überhaupt auftritt.

Neo: Why do my eyes hurt? Morpheus: Because you never used them

Morpheus ~The Matrix

Gründe

Man könnte behaupten, dass wir alle noch nie gelaufen sind, ohne unsere Beine benutzt zu haben. Virtual Reality macht es aber möglich. VR steckt noch in den Kinderschuhen, weshalb dies noch Probleme mit sich bringt. Motion Sickness tritt dann auf,wenn die verschiedenen Sinnesreize nicht mehr miteinander übereinstimmen. Beispielsweise nimmt das Auge bei einer VRGaming Session Bewegungen wahr, welche aber von unserem Gleichgewichtsinn nicht bestätigt werden. Dies geschiehtdeshalb da die Flüssigkeit in den semizirkulären Kanälen des Innenohrs, die dafür zuständig sind Bewegungen zu registrieren, nicht genutzt werden da die Bewegung ausschließlich in der virtuellen Welt passiert. Durch diese Verwirrung glaubt das Gehirn, dass wir gerade halluzinieren,und schaltet aufgrund drohender Gefahr dassogenannte Brechzentrumein. Somit entsteht die Übelkeit über die sich oft nach den ersten Schritten in der VR-Welt beklagt wird.

Why shouldn’t people be able to teleport wherever they want?

~ Palmer Luckey, founder of Oculus VR

Tipps und Tricks

Interpupillardistanz (IPD) richtig konfigurieren
Bevor man loslegt und sich in die virtuellen Welten begibt, sollte man sich zuallererst mit den hardwareseitigen Einstellmöglichkeiten vertraut machen, um den optimalen Komfort zu erzielen. Oftmals taucht hier der Begriff IPD auf, ein Wert,der auf den meisten Brillen einstellbar ist. Der Begriff IPD steht für Interpupillardistanz und gibt nichts anderes als den Abstand zwischen den Pupillen (Mittelpunkt der Augen) an. Bei dem VR Headset Oculos Go gibt es fixe Einstellung, welche nach einerder durchschnittlichen Distanzeingestellt ist. AndereHeadsets wie das HTC Vive, PSVRund Oculus Riftbieten die Möglichkeit die Distanz manuell einzustellenund lassen sich somit für alle User perfekt anpassen.

Game Comfort Rating

Um den Nutzerinnen und Nutzern einen guten Einblick in die verschiedenen Spiele zu geben, gibt es bei manchen Anbietern sogenannte Game Comfort Ratings. Damit werden VR Spiele in verschiedene Stufen kategorisiert, um ihre Intensivität zu messen. Beispielsweise unterscheidet man im Oculus Store zwischen:

Angenehm (Comfortable);

Einsteiger freundlich mit geringerer Wahrscheinlichkeit, dass Motion Sickness auftritt.

Moderat (Moderate);

Gewisse Erfahrung sollte schon vorhanden sein, ansonsten könnte es zu stärkeren Beschwerden kommen.

Anspruchsvoll (Intense);

Es ist auf jeden Fall notwendig schon zahlreiche Erfahrung in VR gemacht zu

Derzeit gibt es bei Steam und PSVR diese Ratings leider nicht, dennoch haben Zahlreiche User Reviews und Steam Gruppenerstellt welche ähnlich wie die Comfort Ratings hilfreich sind und schnell Auskunft über den Anspruch diverser Titel geben.

Be One with everything

Um die oben beschriebenen Sinnestäuschungen, also den Unterschied zwischen Seh-und Gleichgewichtssinn,möglichst einzudämmen hat es sich als Best Practiceerwiesen alle möglichen Bewegungen, welche in der virtuellen Welt vorgespielt werden,auch in echt nachzumachen.

Pause ist die beste Medizin

Abschließend kann noch gesagt werden, dass es wichtig ist reguläre Pausenzumachen, hydriert zu bleibenund verantwortungsvoll zu handeln. Sobald man sich etwas unwohl fühlt, unbedingt Pausen machen um was zu Trinken, Essen und sich auszuruhen. Hartnäckiges versuchen durchzuhalten ist dabei keine gute Idee und führtletzten Endesnur zu einem Game Over im echten Leben!

Gabriel Haumer, Oliver Kerschbaum

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